Heil- & Gewürzpflanzen

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm

Der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense), auch Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut genannt, ist eine Staude aus der Abteilung der Schachtelhalme (Sphenophyta) und entwicklungsgeschichtlich mit über 400 Millionen Jahren eine sehr alte Pflanzenart.

Die Pflanze wird überirdisch 10 bis 50 cm hoch und treibt zähe Wurzeln weit verzweigend unter der Erdoberfläche tief in den Boden. Sie blüht nicht, sondern vermehrt sich durch Bildung von Sporen. Im Frühling bildet sie hellbraune bis rötliche Sporentriebe, die einem Pferdeschweif nicht unähnlich sehen, daher der lateinische Name der Pflanze. Einige Wochen später wachsen daraus unfruchtbare grüne Sommertriebe, deren Gestalt an kleine Nadelbäume erinnert.

Verwendung

  • Acker-Schachtelhalm wir als Heilkraut in der Phytotherapie genutzt
  • früher zur Reinigung von Gegenstände aus Zinn genutzt
  • Kaltwasserauszug aus Acker-Schachtelhalm dient als Stärkungsmittel für Pflanzen und zur vorbeugenden Bekämpfung von saugenden Schädlingen wie z.B. Blattläusen

Wirkung

  • Acker-Schachtelhalm wirkt gegen Rheuma und Gicht (als wirksame Therapie entdeckt von Sebastian Kneipp)
  • als Tee aufgekocht, durchspült Acker-Schachtelhalm bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Nieren und Harnwege und bei Nierengrieß
  • Acker-Schachtelhalm eignet sich auch zur Behandlung von chronischem Husten und zur Ausschwemmung von Ödemen
  • Nicht über längere Zeit anwenden und bei chronischen Nierenerkrankungen vor einer Behandlung mit Acker-Schachtelhalmtee den Arzt befragen.

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