
Jenseits der 60 oder gar 70 werden Stürze zu einem immer größeren Risiko. Erstens fallen ältere Menschen leichter hin. Und zweitens erholen sie sich oft nicht so gut und schnell von einem Sturz wie Jüngere. Deshalb sollte man sich ab dem Alter von etwa 60 Jahren mit der Sturzprophylaxe im Rahmen eines Anti-Aging-Programms beschäftigen. Dabei müssen Gleichgewichts- und Tastsinn gleichermaßen fit bleiben. Auch Sehen und Hören sind wichtig. Denn all diese Sinne liefern dem Gleichgewichtssystem im Zusammenspiel Informationen. Diese muss der Körper aufnehmen, verarbeiten und weiterleiten. Diese Komplexität macht das System sehr anfällig - deshalb kommt es auf das rechtzeitige Training an.
Wie Kleinkinder können auch Menschen im fortgeschrittenen Alter lernen, ihr Gleichgewicht zu halten, denn Balance ist erlernbar. Treten Probleme mit dem Gleichgewichtsorgan auf, ist davon auszugehen, dass sie durch entsprechendes Training gemindert oder aufgehalten werden können. Auf www.bebalanced.net steht unter dem Menüpunkt "Trainingsprogramme" das Trainings-Manual "BeBalanced! Sturzprophylaxe" mit umfangreichem Material zum Download bereit. Es umfasst theoretisches Hintergrundwissen und praktische Beispiele zum Thema Sturzprävention.
Eine gute Hilfe sind die vielen Übungen, mit denen man sein individuelles Übungsprogramm beizeiten starten kann. Sie lassen sich am besten mit den rutschfesten AIREX "Balance-Pads" durchführen. Diese Unterlage ist destabilisierend und sorgt dafür, dass bei den Übungen die Steuerungsfunktionen des Gehirns aktiviert werden. Dafür ist ein spezieller Schaumstoff verantwortlich, der Millionen kleinster Luftbläschen enthält. Um die Balance zu halten, werden besonders die für die Körperwahrnehmung verantwortlichen Rezeptoren im Bereich der Füße, Gelenke und Augen sensibilisiert. Das "Balance-pad Elite" beispielsweise ist 50 mal 41 Zentimeter groß und kostet circa 67 Euro. Die Aktion Gesunder Rücken e. V. zeichnete es mit dem AGR-Gütesiegel aus.
Beim Körpergleichgewicht unterscheidet man zum einen das Standgleichgewicht, unter dem man den Erhalt und die Wiederherstellung des Körpergleichgewichts bei Bewegungen ohne Ortsveränderung versteht. Davon zu unterscheiden ist das Balanciergleichgewicht - also die Fähigkeit, das Körpergleichgewicht bei Bewegungen mit Ortsveränderung zu erhalten. Hinzu kommen das Drehgleichgewicht - es wird bei den verschiedenen Drehbewegungen benötigt - und das Fluggleichgewicht, das wichtig ist, wenn der Körper wie etwa bei Sprüngen nicht gestützt ist. Mehr Infos sind unter www.bebalanced.net zu finden.
Quelle: djd/pt / Foto: djd/Airex AG