Heil- & Gewürzpflanzen
Majoran
Majoran (Origanum majorana L., Syn.: Majorana majorana (L.) H. Karst., Majorana hortensis Moench), wobei die Wildform aus Kleinasien stammt, während Origanum hortensis die Gartenform ist [1], gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Es ist eine wichtige Gewürzpflanze. Diese Gewürzpflanze wird auch Wurstkraut - nach ihrem häufigsten Verwendungszweck - genannt. Andere volkstümliche Namen für Majoran sind Badkraut, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Mairalkraut, Mairon, Miran. Zur gleichen Gattung Origanum gehört der
Dost oder
Oregano, der ebenfalls in der Küche verwendet wird.
Verwendung
Majoran ist sehr würzig und hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Die Blätter werden frisch oder getrocknet zum Würzen von Kartoffelgerichten, Suppen (Kartoffelsuppe), Soßen, Würsten, Hülsenfrüchten, usw. verwendet. Zum Trocknen werden die ganzen Stängel geerntet, deshalb enthält getrockneter Majoran Blätter, Stängel, Knospen und Blüten.
Die Ernte sollte vor der Blüte erfolgen (Blütezeit: Juni bis September). Der Standort der Pflanzen sollte am besten sonnig sein. Es gibt Sorten, die im deutschsprachigen Raum als einjährige Pflanzen gezogen werden; diese sind am aromatischsten. Es gibt auch Sorten, die bei uns winterhart sind, diese sind weit weniger aromatisch.
Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit bezeichnete Majoran als ein Symbol der Glückseligkeit. In Griechenland war es daher üblich, dass man frischverheirateten Paaren Girlanden aus Majoran um den Hals legte. Wahrscheinlich wurde das wichtigste biblische Kraut "Ysop" falsch übersetzt und war in Wirklichkeit Majoran. Der Essigschwamm für Jesus wurde also wohl auf einem Majoranstängel gereicht.
Volksmedizin
Majoransalbe wird gegen Blähungen und
Schnupfen bei Säuglingen verwendet. Man nutzt Majoran auch als Einreibung gegen Gelenksschmerzen, Nervenschmerzen, Verrenkungen und Wunden. Außerdem wird er gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt.
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