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Was ist Bluthochdruck?

Unser Herz arbeitet für uns ein Leben lang. Es steht immer zu unseren Diensten. Das Herz funktioniert wie eine Pumpe, bei der Druck aufgebaut wird, um das Blut über die Blutgefäße im Körper zu verteilen. Durch die Venen gelangt sauerstoffarmes Blut zum Herzen. Für den Stoffwechsel wird dann vom Herzen sauerstoffreiches Blut durch die Arterien gepumpt. Sowohl Venen als auch Arterien spielen daher eine wichtige Rolle beim Blutkreislauf.

Durch die Kontraktion des Herzmuskels entsteht der Druck, der den Blutfluss in den Arterien antreibt. Diesen Druck nennt man Blutdruck. Der Herzmuskel, der die Herzwand bildet, zieht sich zusammen und pumpt das Blut von der linken Herzkammer in die Aorta. Wenn sich der Herzmuskel entspannt, fließt Blut aus den zwei großen Venen, der unteren und oberen Hohlvene, in die rechte Herzkammer. Das Zusammenziehen und Entspannen der Herzkammern führt zu einem systolischen und diastolischen Druck Der systolische Wert gibt an, mit welchem Druck das Herz das Blut in den Körper pumpt. Der diastolische Wert zeigt, wie hoch der Druck in den Blutgefäßen zwischen den Herzschlägen ist. Der Blutdruck wird durch zwei Werte definiert. Der erste Wert bezieht sich auf den systolischen Druck, der zweite auf den diastolischen. Es ist bekannt, dass der systolische Druck im Laufe des Lebens ansteigt. Der diastolische Druck nimmt hingegen nach dem 60. Lebensjahr ab. Die Kraft, mit der das Herz pumpt, nimmt zu, wenn der Blutbedarf in bestimmten Körperteilen steigt. Dies ist beispielsweise bei sportlichen Aktivitäten der Fall. Oder wenn das Blut durch verengte Gefäße fließen muss, wie sie bei Arteriosklerose auftreten. Dies führt zu Bluthochdruck oder Hypertonie.

Dabei steigen die Blutdruckwerte über das normale Maß an. Der Bluthochdruck kann vorübergehend auftreten, wenn der Körper auf eine bestimmte Situation reagiert, wie z.B. körperliche Anstrengung. Er ist ein Zeichen dafür, dass das Herz und die Arterien stärker gefordert sind. Ein anhaltend hoher Bluthochdruck kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Bluthochdruck gehört zu den gefährlichsten Krankheiten unserer Tage. Doch keine Panik, denn vieles liegt in unserer Hand.

Welcher Blutdruck gilt als zu hoch? Wenn der systolische Wert 140 oder höher und der diastolische Wert 90 oder höher ist, spricht man von Bluthochdruck. Ein hoher Wert ist ein Warnsignal und sollte sofort behandelt werden. Wird der Bluthochdruck ignoriert, können viele gesundheitliche Probleme auftauchen. Der Blutdruck wird mit einem Blutdruckmessgerät überprüft. Die Manschette wird um den Arm gelegt und so lange mit Luft gefüllt, bis der Puls der Schlagader gerade nicht mehr zu spüren oder hören ist. Die Schlagader wird durch den Druck vorübergehend verschlossen, dies ist der Beginn der Blutdruckmessung. Danach wird der Druck langsam verringert, mit einem Stethoskop wird das Pulsgeräusch kontrolliert. Das Auftreten und Verklingen dieses Geräusches markiert den systolischen und den diastolischen Wert. Wie kann man sich aber selber testen? Der Blutdruck sollte im Idealfall im Ruhezustand gemessen werden. Stimulierende Substanzen wie Kaffee, Tee oder Rauchen sind vor der Messung zu meiden. Es sollten mindestens zwei Messungen zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt werden. Wenn bei diesen Messungen die genannten Grenzwerte überschritten werden, deutet dies auf einen Bluthochdruck hin. Man kann diese Messungen zu Hause durchführen. So kann man Situationen, die zu erhöhtem Blutdruck führen, erkennen und Gegenmaßnahmen treffen.

Spieldauer: 5:48 min

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