Alternative Verfahren

Metamorphische Methode

Die sogenannte „Metamorphose“ oder „pränatale Therapie“ wurde in den 60er Jahren von dem britischen Naturheilkundler und Reflexologen Robert St. John entwickelt, als er entdeckte, dass bei den Patienten entscheidende Veränderungen stattfanden, wenn er ihre Wirbelsäulenreflexpunkte leicht berührte.
Später erkannte er, dass er hiermit die Selbstheilungskraft der Menschen anregte und dass er dies während seiner Arbeit mit den Patienten nur zulassen musste.
Gaston St. Pierre, der in den 70er Jahren lange bei Robert St. John gelernt hatte, entwickelte dessen Ansatz weiter und nannte seine Arbeit nunmehr „Metamorphische Methode“.
Die Metamorphische Methode ermöglicht einen einfachen Zugang zu Selbstheilung und persönlicher Entwicklung. Jeder Mensch hat ein großes Potential. Aufgrund der Vorstellungen, die wir über uns und unser Leben haben, neigen wir aber immer wieder dazu, in bestimmten Mustern stecken zu bleiben.
Diese Muster drücken sich auf unterschiedliche Art und Weise aus – als körperliche oder geistige Leiden, als emotionale Unausgeglichenheiten, als begrenzende innere Einstellungen oder als sich wiederholende Verhaltensmuster.
Hinter diesen äußeren Symptomen stehen entsprechende Energiemuster. Die Metamorphische Methode wirkt als Katalysator auf unsere Lebenskraft, so dass wir unsere Muster behutsam lösen und uns immer mehr in unsere Kraft hineinbewegen können.
Der Behandelnde berührt sehr sanft die Wirbelsäulenreflexpunkte an den Füßen, Händen und am Kopf des anderen. Dabei ist seine Haltung vollkommen erwartungsfrei, er will also durch sein Tun keinerlei Ergebnisse erzielen.
Hierdurch wird es möglich, dass die Energie des anderen von seiner eigenen, angeborenen, natürlichen Intelligenz geleitet wird und sich seine Muster so wandeln können, wie es für ihn richtig ist. Die Metamorphische Methode ist also keine Therapie oder Behandlung, da sie sich nicht auf bestimmte Symptome oder Probleme konzentriert. Sie ist leicht und für jeden anwendbar, ohne dass man die persönliche oder medizinische Geschichte dessen, der sie bekommt, kennt, und kann allein oder begleitend zu medizinischen oder anderen Therapien eingesetzt werden.
Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde. Man zieht Schuhe und Strümpfe aus und kann sich hinsetzen oder –legen. Der Behandelnde berührt leicht die Wirbelsäulenreflexpunkte an den Füßen, Händen und am Kopf, was meist als sehr angenehm und entspannend empfunden wird.
Es wird keine Diagnose erstellt, der Behandelnde arbeitet, ohne sich zu verhaften, ohne Urteile zu fällen, einfach nur mit Präsenz und Mitgefühl, so dass ein geschützter Raum entsteht, in dem die Lebenskraft des Empfangenden die Freiheit hat zu tun, was nötig ist.
Die Entscheidung über die Häufigkeit der Sitzungen liegt ganz bei einem selbst. Manche nehmen regelmäßig wöchentliche Sitzungen in Anspruch, andere kommen einfach immer dann, wenn sie das Bedürfnis danach haben.
Die Wirkung ist individuell unterschiedlich. Manche spüren sofort Veränderungen, andere bemerken sie erst nach Wochen oder Monaten. Die Lebensenergie von jedem Menschen sorgt dafür, dass eine Transformation von Energiemustern in dem Maße und in der Zeit stattfindet, wie es für ihn am besten ist.
Auch wenn sie nicht immer sofort eintreten mag, ist sie doch fast immer nachhaltig.

Über viele Jahre und bis heute habe ich immer wieder Metamorphose-Sitzungen in Anspruch genommen. Seit dem Besuch von Kursen (ab 2002) bei Gaston St. Pierre und Barbara Hübner gebe ich nun auch selbst in Dankbarkeit Sitzungen.



Artikel mit freundlicher Genehmigung von Judith Elze, Berlin

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Metamorphische Methode aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.