Heil- & Gewürzpflanzen

Kresse, Brunnenkresse

Die Brunnenkresse (Rorippa nasturtium-aquaticum), auch Wasserkresse, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Sie gehörte bisher zur Gattung Nasturtium (als Nasturtium officinale), aber diese wurde in die Gattung Rorippa eingegliedert.

Beschreibung


Die ausdauernde Sumpf- bzw. Wasserpflanze hat hohle, runde Stängel und kleine, grasgrüne, unpaarig gefiederte Blätter. Die zwischen 15 und 20 cm langen Stängel liegen im Wasser, die rundlichen Wurzelblättchen treiben am unteren Ende. Sie blüht ab Mai, dann stehen viele weiße, 4-zählige Blüten in lockeren Blütentrauben.

Die Blätter besitzen durch Senföle und Bitterstoffe einen etwas scharfen, bitteren Geschmack.

Verwendung


Die Brunnenkresse ist ein beliebtes Lebensmittel und wird gerne in Salaten verwendet. Sie besitzt einen frischen, leicht scharfen Geschmack, der durch das Senfölglykosid Gluconasturtiin verursacht wird. Er erinnert geschmacklich an die verwandte Gartenkresse. Brunnenkresse lässt sich auch in Wasserbecken kultivieren, es ist fließendes Wasser erforderlich.

Verwendung findet die Brunnenkresse auch in Suppen und Salaten, zur Garnierung von Sandwiches, zu Steaks und besonders schmackhaft mit rohem Spinat.

Sobald die Pflanzen blühen, sind sie nicht mehr gut zum Verzehr geeignet. Pflanzen sollten nur aus fließenden Gewässern geerntet werden - ansonsten könnte die bakterielle Belastung zu groß sein. In Frankreich wurden Infektionen mit dem Großen Leberegel beim Menschen durch Verzehr von ungegarter Brunnenkresse von Tierweiden oder aus der Wildnis nachgewiesen (Dönges, Parasitologie).

Volksmedizin


Die alte Heilpflanze gilt als Aphrodisiakum, appetitanregend, stoffwechselfördernd, harn- und wehentreibend. Außerdem soll sie bei Diabetes mellitus helfen. Sie wird bei Frühjahrskuren und gegen Rheuma verwendet. Äußerlich angewendet dient sie als Haartonikum und zur Teintklärung.

Sie war ehemals ein wichtiger Vitamin C-Lieferant durch die schon im Winter mögliche Ernte.

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