Heil- & Gewürzpflanzen

Kresse, Gartenkresse

Gartenkresse (Lepidium sativum) ist eine Kulturpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es wird vermutet, dass die Gartenkresse aus West- oder Zentralasien stammt, dort kommt sie auch heute noch wild vor.

Verwendung in der Küche


Gartenkresse schmeckt roh beißend scharf, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was am Gehalt an Senfölglykosiden liegt. In den Lebensmittelhandel gelangen und in der Küche verwendet werden vor allem die Keimlinge, die etwa eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können.

Verwendet werden die Sorten dieser Art frisch für kalte Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Quarkbasis, und für Salate. Manchmal streut man die gehackten Blätter auf warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen. Besonders gut schmecken gehackte Gartenkresseblätter auf Butter- oder Schmalzbrot.

Ähnliche Arten


Es gibt jedoch noch eine relativ unbekannte, an den Küsten Nordwesteuropas heimische verwandte Art, Lepidium latifolium, die mehrjährig ist. Neben der Gartenkresse wird in der Küche auch das Pfefferkraut (Lepidium latifolium) verwendet. Die Brunnenkresse (Rorippa nasturtium-aquaticum) gehört zur Gattung Rorippa, gehörte früher zur Gattung Nasturdium, hier besteht also nur eine Ähnlichkeit im Namen und keine enge Verwandtschaft. Andere Namensvettern unter Kresse.

Wirkstoffe


Gartenkresse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure aus. Außerdem enthält sie Vitamin B. Leicht zu kultivieren, eignet sich Gartenkresse vor allem im Winter, wenn frisches Obst und Gemüse rar sind, zur Nahrungsergänzung. Weitere Inhaltsstoffe, die für ihren Geschmack verantwortlich sind, sind Ethylisothiocyanat und Benzylisothiocyanat sowie Phenylacetonitril (Benzylcyanid).

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