Obst & Gemüse

Winterzwiebel

Die Winterzwiebel (Allium fistulosum), auch Lauchzwiebel, Jungzwiebel, Frühlingszwiebel, Zwiebelröhrl, Röhrenlauch, Schlottenzwiebel, Schnittzwiebel, ewige Zwiebel, Winterheckenzwiebel, Winterhecke, Grober Schnittlauch, Weiße Florentiner, Jakobslauch oder Johannislauch genannt, ist eine perennierende Kulturpflanze aus der Gruppe der Zwiebelgewächse (Alliaceae), mit mehreren kleinen, länglichen, nebeneinander stehenden Zwiebeln, sonst der Hauszwiebel ähnlich, stammt aus Sibirien, vom Altai und Baikalsee und wird bei uns vielfach kultiviert. Sie gedeiht in guten, wasserdurchlässigen Boden, wird durch Zwiebelbrut fortgepflanzt und bleibt über Winter stehen.

Man benutzt vielfach nur die Blätter als Küchengewürz. Die Zwiebel lässt sich mehrere Jahre an der selben Stelle kultivieren. Die röhrigen Blätter, Schlotten genannt, kann man auch im Winter ernten, wenn man sie in einem Frühbeetkasten oder Gewächshaus kultiviert. Die Zwiebeln schmecken milder als die Hauszwiebeln, besonders im Frühsommer. Da Lauchzwiebeln schnell welken, sollten sie baldmöglichst verarbeitet werden. Auch die grünlich-weißen Blüten, die in einem kugeligen Blütenstand zusammen stehen, kann man essen.

Die Kultur beginnt meistens mit einer Aussaat. Anders ist das bei der Kulturform A. fistolosum ssp. bulbifera bei dieser Sorte werden die Brutzwiebeln, die sich oben an der Pflanze bilden, gesteckt. Ihre Wildform wird in Zentral- und Westchina vermutet. Frühlingszwiebeln gibt es trotz ihres Namens bei uns das ganze Jahr über. Sie sind nicht wie die Küchenzwiebeln ausgereift und getrocknet, sondern noch weich und mild. Sie werden geerntet, wenn sich an den Pflanzen gerade ein Knollenansatz gebildet hat. Die grün-weißen Stangen werden auch Lauchzwiebeln genannt, haben aber Röhrenblätter wie die Haushaltszwiebeln, sind also echte Vertreter dieser Familie. Verarbeitet wird sowohl das untere weiße Ende als auch die grünen Blätter. Frühlingszwiebeln müssen rasch verarbeitet werden, denn sie welken schnell. Im Kühlschrank halten sie sich nur etwa zwei Tage frisch. Sie haben fast keine Kalorien, dafür aber wertvolle ätherische Öle, die appetitanregend wirken und den Stoffwechsel ankurbeln. Den aromatischen Geschmack verdanken der Lauch und auch die Lauchzwiebeln ihren ätherischen Ölen sowie verschiedenen Aromastoffen. Außerdem besitzt die Pflanzen hohe Anteile an Vitamin B1, B2 und C, dem Provitamin A sowie Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen. Als natürliches Antibiotikum wirken die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe.

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