Effizientes Muskeltraining für alle Altersklassen

Starke Muskeln – geringere Sturzgefahr

Bewegung kann dem Knochenschwund vorbeugen und ist zugleich ein entscheidender Teil der Osteoporosetherapie.
Bewegung kann dem Knochenschwund vorbeugen und ist zugleich ein entscheidender Teil der Osteoporosetherapie.

Eine hohe Türschwelle, rutschige Fliesen oder eine tückische Teppichkante, und schon liegt man da. Der ärztliche Direktor der Aerpah-Klinik Esslingen-Kennenburg, Dr. med. Martin Runge, warnt: "Stürze treten im Alter sehr häufig auf - mit schwerwiegenden Folgen. In Kombination mit einer Osteoporose führen sie oft zu Knochenbrüchen. Circa 30 Prozent aller Älteren über 65 Jahre stürzen einmal oder mehrmals pro Jahr, unter Pflegeheimbewohnern liegt die Sturzquote bei über 50 Prozent." Gerade für ältere Menschen kann ein Sturz schlimme Auswirkungen haben: Abgesehen von ernsthaften Verletzungen schränken viele Betroffene ihre Aktivitäten ein, da sie einen erneuten Sturz befürchten. Eine zwar verständliche, doch fatale Reaktion, denn Bewegung kann dem Knochenschwund und Sturzrisiko vorbeugen und ist zugleich ein entscheidender Teil der Osteoporosetherapie.

Gleichmäßige Vibrationen lindern Altersleiden

Mediziner wissen: Bei jeder Bewegung üben die Muskeln einen Reiz auf die Knochen aus, so dass der Knochenaufbau aktiviert wird. Umgekehrt nimmt bei körperlicher Inaktivität nicht nur die Muskelkraft ab, sondern längerfristig auch die Knochenmasse. Dies kann durch Training verhindert werden. Eine kräftige Muskulatur ermöglicht eine gute Körperhaltung, erhöht Beweglichkeit und Muskelleistung und verbessert darüber hinaus das Gleichgewicht - so lassen sich Stürze leichter vermeiden. Doch fällt es gerade mit zunehmendem Alter immer schwerer, regelmäßig Sport zu treiben. Ein modernes, reflexbasiertes Muskeltraining führt laut Dr. Runge "sehr schnell zu Erfolgen bei der Behandlung und Vorbeugung von Gelenk- und Rückenbeschwerden, Stressinkontinenz oder auch Durchblutungsstörungen sowie bei der Sturzvorbeugung". Sinnvoll seien jedoch ausschließlich Systeme mit wippender Funktion, auch seitenalternierende Muskelstimulation genannt, wie beispielsweise beim Galileo Training. Ein solches Vibrationstraining habe in der Aerpah-Klinik seit Jahren einen unverzichtbaren Platz in der Sturzprävention und Physiotherapie bei diversen Altersleiden.

Hin und her statt auf und ab

So funktioniert seitenalternierende Muskelstimulation: Während herkömmliche Vibrationstrainingsgeräte lediglich eine Auf- und Abbewegung simulieren, wird beim Galileo Training der natürliche Bewegungsablauf des menschlichen Gangbildes nachempfunden. Die Stimulation erfolgt abwechselnd auf der rechten und linken Körperseite - von den Beinen bis in die Rumpfmuskulatur. Aufgrund der kurzen Anwendungsdauer pro Sitzung bei gleichzeitig deutlichen Erfolgen bringt diese Trainingsform einen großen Zeitvorteil für Patient und Therapeut mit sich.


Quelle: djd/pt
Foto: djd/Novotec Medical